Samstag, 3. Februar 2007 - Besuch der Ausstellung Gender Gamble von Karin Felbermayer

Am 03. Februar 2007 besuchte der Akademische Zirkel die Städtische Kunsthalle München – lothringer 13 um dort die Ausstellung „Gender Gamble“ von Karin Felbermayr zu sehen. Die Ausstellung behandelte gesellschaftlich etablierte Geschlechterrollen und geschlechterspezifische Zuschreibungen, die auch in der modernen Gesellschaft trotz Emanzipation und einer fortschreitenden Angleichung der Lebensbedingungen von Mann und Frau erhalten bleiben. Besonders in der Mode- und Werbewelt werden diese Geschlechterrollen gepflegt und auf die Spitze getrieben. Die der Ausstellung namensgebende Videoinstallation „Gender Gamble“ widmete sich diesem Gesichtspunkt, indem die Künstlerin in einem selbst gezimmerten Fotostudio Posen imitierte um sich dann über einen Fernauslöser selbst zu fotografieren. Die Hilfsmittel für dieses Fotoshooting waren denkbar einfach: Zwei Holzklötze welche hochhackige Schuhe ersetzten, verschiedene Perücken um unterschiedliche Model-Typen darzustellen und ein großes Maß an Selbstbewusstsein um sich so in Szene zu setzen, wie es sonst den Topmodels dieser Welt vorbehalten bleibt. Nachdem die richtige Position gefunden war wurde der Auslöser der Fotokamera betätigt und das Foto für eine Sekunde lang in der Form einer Spielkarte gespiegelt auf der Leinwand gezeigt. In der Folge wiederholten sich die Vorbereitungen für die Aufnahme um dann das nächste Foto zu schießen. Den größten Teil der Ausstellung nahmen 10 großformatige Schwarz-Weiß-Bilder unter dem Titel „Mask“ ein, welche eine Gestalt in verschiedenen verrenkten Posen zeigten. Die Figur konnte durch ihr Kostüm und ihre Maske keinem Geschlecht zugeordnet werden und stellte Mann und Frau also insofern gleich, als es beiden Geschlechtern wohl gleich schwer fallen dürfte die porträtierten, extremen Körperhaltungen einzunehmen. Den Schlusspunkt der Ausstellung stellte eine Bluebox mit einer darin befindlichen Puppe in einem blauen Ganzkörperanzug dar. Unter dem Titel „Joker“ konnte der Betrachter in die Rolle der Puppe schlüpfen, indem er seine eigenen Augen in den verspiegelten Sehschlitzen des Anzugs sehen konnte. So war es dem Besucher für kurze Zeit vergönnt sich auszumalen wie es denn wäre, als Spiderman die Welt zu retten... oder auch nur den angebrochenen Abend, der dann in einer benachbarten Gaststätte seinen Anfang nahm.

Dienstag, 17. April 2007 - Besuch der Hamburger Symphoniker unter der künstlerischen Leitung von Frank Strobel mit  großen Klassikern der Filmmusik

Klassik Radio in Concert - Die große Welt der Filmmusik! Am Dienstag, den 17. Mai 2007 betraten vier Mitglieder des Akademischen Zirkels bei strahlendem Sonnenschein zusammen mit 2.000 anderen Besuchern den roten Teppich, der vor dem Circus Krone in München ausgerollt worden war, um in den Genuss der einzigartigen Konzertreihe "Klassik Radio in Concert" zu kommen. Als dann um 20 Uhr die Lichter in der Zirkusarena ausgingen und die ersten Klänge von "Vom Winde verweht" erklangen, war jeder Besucher schon in der Welt des Filmes gefangen. Die Hamburger Symphoniker unter Frank Strobel spielten berührende Titel aus "Schindlers Liste" und „Forrest Gump", sowie ein Medley aus den erfolgreichsten "James Bond" - Streifen. Nach  John Williams imposanter "Superman" -Suite folgten weiter Highlights wie Don Davis’ Musik zu "Matrix", "Spiel mir das Lied vom Tod" und die Musik zum erfolgreichsten Piratenabenteuer überhaupt, "Fluch der Karibik".
Natürlich durften auch Klassiker wie die Titelmusik von "Der Pate" aus der Feder Nino Rotas, die von Max Steiner komponierte Musik zu "Casablanca" und "Moon River" aus "Breakfast at Tiffany" nicht fehlen.
Nach zwei Stunden Filmmusik und einen immer wieder interessante Filmhintergründe erzählenden Florian Schmidt, der locker durch das Konzerte führte, spendeten die Zuhörer tosenden Applaus und bekamen zwei Zugaben: "Mission Impossible" und John Williams Musik zu "Star Wars", was vor allem für viele männliche Besucher das Highlight des Abends war.

Mittwoch, 25. April 2007 - Besuch des Programms von Andreas Rebers - Lieber vom Fachmann - in der Lach- und Schießgesellschaft

Nach einem stärkenden gemeinsamen Abendessen in Schwabing besuchten einige Mitglieder des Akademischen Zirkels die Vorstellung von Andreas Rebers in der Lach- und Schießgesellschaft. Herr Rebers präsentierte dort sein Programm "Lieber vom Fachmann". Da das Programm bereits mehrfach preisgekrönt war, hatten die Besucher entsprechend hohe Erwartungen. So wurde Herr Rebers beispielweise mit dem renommierten Salzburger Stier ausgezeichnet. Selten waren sich die Mitglieder so einig, dass die Erwartungen voll erfüllt wurden. Die Pointen waren bereits in der ersten Hälfte des Programms brilliant und auch nach der Pause wurde messerscharfe Satire geboten. Ein großartiges Programm, mit kabarettistischer Sangeskunst wunderbar abgerundet.

Donnerstag, 17. Mai, bis Sonntag, 20. Mai 2007 - Symposion in Dresden

Am 17.05.2007 machten sich 11 Mitglieder des Akademischen Zirkel von München und Köln aus auf den Weg in die Hauptstadt Sachsens – das Elbflorenz Dresden.Schon bei der Wahl der Unterkunft hatte man sich entschlossen, stilvoll in einer der vielen großzügig geschnittenen Villen unweit der Elbe zu residieren. Die Vorstellungen wurden dann aber vor Ort bei Weitem übertroffen: es erwartete uns das 1916 erbaute, herrschaftliche Aparthotel „Villa Freisleben“ direkt am Waldpark gelegen.

Zur Begrüßung gab es zunächst für die frisch angereisten Gäste einen kleinen Umtrunk in der reservierten Gartenlaube. Sodann bezog man das oberste Stockwerk des Gebäudes, das komplett den Mitgliedern des Akademischen Zirkels vorbehalten war. Jedes Appartement verfügte über Schlafraum, Küche, Bad und Toilette mit üppiger Ausstattung. Nachdem man sich frisch gemacht hatte, ging es mit der in unmittelbarer Nähe haltenden Trambahn in Richtung Innenstadt, um dort die Elbe zu überqueren und in die am nördlichen Elbufer gelegene – weit über Dresden hinaus bekannte – „Brauereigaststätte Waldschlösschen“ einzukehren. Neben verschiedenen selbst gebrauten Bierspezialitäten wurden deftige Speisen von zarten sächsischen Geschöpfen gereicht. Man war sich einig, dass mit der Wahl der Unterkunft und der Lokalität des ersten gemeinsamen Abendessens bereits ein sehr gelungener Grundstein für das Symposion 2007 gelegt worden war. Weitere Höhepunkte sollten in den kommenden Tagen folgen.

Zunächst galt es jedoch, den Weg zurück in die Villa Freisleben erfolgreich zu gestalten. Während sich eine Gruppe von einem Taxi-Fahrer das beleuchtete Dresden und insbesondere die diversen Schlösser am Nordhang des Elbufers einschließlich Ausblick auf die (noch) in Dunkelheit getauchten Elbwiesen zeigen ließen, machte sich der verbliebene Rest zu Fuß auf den Rückweg. Dieser führte durch die Dresdener Innenstadt, in der die überwiegend männliche Bevölkerung den so genannten „Männertag“ feierte. Die Versuche der akademischen Mitglieder, den sich betrinkenden und in der Regel arbeitslosen Mitbürgern im Gespräch eine Zukunftsperspektive aufzuzeigen, blieben jedoch leider erfolglos. So musste man in einer günstigen Sekunde den geordneten Rückzug in die Villengegend am Waldpark antreten.

Nach stärkendem Frühstück auf dem Sonnenbalkon eines der traditionsreichsten Dresdner Caféhäuser mit Blick auf die wiedererrichtete Frauenkirche warteten die Mitglieder des Akademischen Zirkels gemeinsam auf Einlass in diese. Im Gespräch mit Zeitzeugen erfuhren die Zirkler Wissenswertes über die Geschichte der ehemaligen Kirche, die Zerstörung im Feuersturm nach den Luftangriffen auf Dresden im zweiten Weltkrieg, sowie den Wiederaufbau der Stadt im Sozialismus und nach der Wende. Wegen Überfüllung blieben den Mitgliedern die begehrten Plätze in der Kirche für die, für ihre Besinnlichkeit berühmte mittägliche Orgelandacht verwehrt. So versüßten sich die Zirkler die Wartezeit bis zum erneuten Öffnen der Kirchentore mit erfrischenden Kaltgetränken des regionalen Braugewerbes, sowie lokalen Eisspezialitäten. Ergriffen betrat der AZKH schließlich den liebevoll wiedererrichteten, weltberühmten Kirchenbau unter der, mit prächtigen Malereien geschmückten Sandsteinkuppel. Die Mitglieder staunten über die filigrane Leichtigkeit der barocken Stuckarbeiten und ließen den Bau einige Zeit auf sich wirken. Anschließend betraten wir andächtig die Unterkirche, in welcher der Zerstörung im zweiten Weltkrieg gedacht und den zahlreichen Spendern für den Wiederaufbau gedankt wird. Danach machten sich die AZKH-Mitglieder auf, den Fortschritt des Wiederaufbaus der Innenstadt in angrenzenden Bereichen der Frauenkirche zu erkunden.

Nach der ausführlichen Stadtführung ging es mit der Straßenbahn nach Radeberg. Wichtigster Industriebetrieb ist dort die Radeberger Brauerei, in der jährlich etwa 1,7 Millionen Hektoliter Bier gebraut werden. Nach Besichtigung von einigen Abteilungen der Brauerei (Sudhaus, Gär- und Lagerkeller sowie Füllerei) wurden ein naturtrübes Zwickelbier gegen ein filtriertes Radeberger verkostet. Ein eindeutiger Favorit konnte in unserer Gruppe dabei nicht gefunden werden. Obwohl ein gemütliches Bräustüberl zum weiteren Verweilen eingeladen hätte, mussten wir schon bald wieder aufbrechen, um unseren Zug nach Radebeul zu erreichen. 

Dort ging es vorbei an der 1884 errichteten schmalspurigen Lößnitzgrundbahn und dem jährlichen Karl-May-Fest (der Autor ist in Radebeul beigesetzt) hinauf zum Weingut Gerhardt.Im historischen Gewölbekeller des denkmalgeschützten Gebäude „Haus Steinbach“ durften wir unter der fachkundigen Leitung des Winzers Dr. Volker Gerhardt, der mit seiner Familie schon seit über 30 Jahren den umweltschonenden Weinanbau in Radebeul betreibt, die in mühevoller Handarbeit gelesenen und verarbeiteten, in nur geringer Stückzahl abgefüllten Weine verkosten. Zur Verkostung kamen ein Müller Thurgau, ein Weißburgunder, und ein Rosé, die die Weinkenner unter den Mitgliedern des Akademischen Zirkels voll überzeugen konnten. Als besondere Dreingabe präsentierte der Winzer einen 2005er Kerner, der nicht nur das Herz unseres Mitglieds aus Rheinland-Pfalz höher schlagen ließ.Diese mit viel Liebe vorbereitete und durchgeführte Weinverkostung wird uns dank der einmaligen Atmosphäre, dem herzlich-spritzigen Humor des Winzers und den – am nächsten Tag auch käuflich erworbenen – Weinen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Landtages. Im Sächsischen Landtag wurden wir empfangen vom CDU-Abgeordneten Christian Piwarz, der seit dem Jahr 2006 im Parlament und gleichzeitig Landesvorsitzender der Jungen Union in Sachsen ist. Zunächst ging es in den Parlaments-Saal, wo der junge Abgeordnete die Abläufe der Sitzungen erläuterte und auf die Historie des Gebäudes einging. Schon an dieser Stelle musste man mit Erschrecken die enorme Präsenz extremer und radikaler Kräfte im Sächsischen Landtag feststellen: 8 Abgeordnete der NPD und 31 für die Linksfraktion. Mit diesem Eindruck gingen wir in das Gespräch mit Christian Piwarz, der ausführlich die Besonderheiten im Umgang mit den extremen Parteien erklärte. So ist beispielsweise schon zu Beobachten gewesen, dass NPD-Abgeordnete Waffen und Munition mit in den Landtag nahmen. Im Verlauf des Gesprächs kamen später natürlich auch inhaltliche Punkte, wie die sächsische Bildungspolitik, die Situation auf dem Arbeitsmarkt und die speziellen Anliegen junger Menschen in Sachsen zur Sprache. Christian Piwarz sprach dabei offen die vorhandenen Probleme an und ging auch auf etliche Schwierigkeiten im Lösungsprozess ein. Für die meisten Politikfelder blicke man auf das Vorbild Bayern und versuche, Politik entsprechend erfolgreich und stabil zu gestalten. Der Vormittag im sächsischen Landtag brachte in jedem Fall einen guten Einblick in den Alltag eines Abgeordneten, verschaffte uns aber auch einen Eindruck von den Themen, die in Sachsen auf der Tagesordnung stehen.

Freitag, 6. Juli, bis Sonntag, 8. Juli 2007- Teilnahme am Dorffest

Der große Erfolg, der dem Akademischen Zirkel durch die Teilnahme am Kirchheimer Dorffest 2006 beschieden war, motivierte die Mitglieder auch in diesem Jahr wieder tatkräftig am Dorffest 2007 mitzuwirken. Unterstützt vom Barschwein, einer Münchner Kölsch-Kneipe, war es uns erneut möglich fassfrisches Kölsch in unserer Marktbude auszuschenken. Neben der Aufmerksamkeit erregenden Deko wurden wir wie schon im Vorjahr wieder großzügig mit original Kölsch-Gläsern und –Kränzen beliefert. 

Bei Spitzenwetter war der Andrang an unserer Bude das gesamte Wochenende über größer als während der Fußballweltmeisterschaft 2006 und so war es denn auch nicht weiter verwunderlich, dass der Bier-Ausstoß aus unserer Bude zu Spitzenzeiten bei stolzen 50 Litern in einer halben Stunde lag. Nicht nur bei den rheinischen Mitbürgern aus Kirchheim und Umgebung hat sich unsere Schankwirtschaft zu einer Institution auf dem Dorffest gemausert und so wurden wir zum Ausklang des Festes mit traurigen Mienen und dem Wunsch verabschiedet, die Kölschbude des Akademischen Zirkels auch auf dem mit Sicherheit folgenden Dorffest 2008 wieder zu öffnen. Uns blieb nichts als kölsch zu entgegnen: „Et kütt wie et kütt...“

Samstag, 15. September, bis Sonntag, 16. September 2007 - Wanderung in den bayerischen Alpen

Der alljährliche Wandertag des Akademischen Zirkels führte uns vom 15.09. bis 16.09.07 nach Kreuth um den Roß- und Buchstein zu besteigen und die Nacht auf der gemütlichen Buchsteinhütte zu verbringen. Der Anstieg führte uns auf einem vierstündigen, von einigen Irrungen begleiteten, Weg zur Tegernseer Hütte, die bei klarem Wetter einen atemberaubenden Ausblick auf die gesamte Bayerische und Tiroler Alpenkette bietet. Leider waren wir an diesem ersten Tag unserer Wanderung nicht mit schönem Wetter bedacht und so blieb den Mitgliedern nichts als sich auf den Sonntag zu freuen, der sonniges Wetter versprach. Die frischen Temperaturen hinderten uns aber nicht daran in geselliger Runde auf der Terrasse der Tegernseer Hütte eine Brotzeit einzunehmen um gestärkt den Abstieg zur Buchsteinhütte in Angriff zu nehmen. Nach der freundlichen Begrüßung durch den Hüttenwirt wurde uns bald ein deftiges Abendessen serviert und der gemütliche Hüttenabend konnte seinen Lauf nehmen. Nach einer für den einen oder anderen Wanderer länger dauernden Nacht machte sich ein Teil der Gruppe am nächsten Tag erneut auf den Weg zur Tegernseer Hütte um die am Tag zuvor verwehrt gebliebene Aussicht zu genießen. 

Das versprochene Panorama hielt zu 100% was man sich davon versprochen hatte und so blieb der einzige Wehrmutstropfen, dass sich hunderte anderer Wanderer auf der Hütte eingefunden hatten um es den AZ-Mitgliedern gleich zu tun. Als die erschöpften Mitglieder den Abstieg ins Tal gut und sicher bewältigt hatten, waren alle Teilnehmer einer Meinung: Auch der Wandertag 2007 war ein Ausflug den wir gerne in Erinnerung behalten werden.